Khani als Therapiehund im Pflegeheim:

 

Mein Vater wurde im März 2006 sehr krank und brauchte prof. Hilfe. Alzheimer (Demenz) im Anfangsstadium. Die Krankheit breitete sich sehr schnell aus. So musste er in ein Pflegeheim eingewiesen werden. Nach einigen Tagen wurde er ziemlich aggressiv, Sobald man ihn nur berührte.

Die Pfleger und Pflegerinnen hatten es sehr schwer mit ihm zurecht zu kommen. Sie machten mir den Vorschlag Khani mal mitzubringen und eine art Therapie Hund/Mensch anzufangen. Sie erhofften sich so ein besseres Verhältnis mit meinem Vater zu bekommen.

Das 1. mal war ich so nervös - Khani blieb ganz ruhig und gelassen wir gingen zum Pflegeheim in den 5. Stock und alles begann.

Khani war sehr ruhig und gelassen - wir besuchten die Bewohner der Station in einem großen Aufenthaltsraum. Alle waren sehr begeistert und streichelten ihn.

Mit meinem Vater konnte man sich wunderbar unterhalten und er erzählte allen von Khanis Ausstellungen und wie oft er schon gesiegt habe und welche Titel er schon gewonnen hat und was für ein toller Hund er doch sei..

Das Pflegepersonal fragte mich anschließend ob ich bereit wäre eine ältere Dame zu besuchen die nur noch im Bett liegen kann. Sie muss gefüttert werden und kann auch nicht mehr alleine trinken.

Dem Personal wäre sehr daran gelegen der Frau zu helfen.

Khani und ich betraten ihr Zimmer. Frau R. schaute Khani mit großen Augen an - wollte ihn streicheln – aber ihre Kraft reichte nicht aus um sich soweit aus dem Bett zu lehnen. Ich hob Khani etwas hoch damit sie ihn besser sehen konnte. Sie streckte die Hand nach ihm aus und Khani ging nach vorne zu ihr. Da fing sie an zu weinen und streichelte Khani liebevoll. Frau R. fragte ob Khani sie wieder besuchen käme und ich sagte ihr das wir am Freitag wieder kommen.

Freitags besuchten wir wieder meinen Vater der zwischenzeitlich nicht mehr laufen konnte und ständig hingefallen ist. Dabei hat er sich das Handgelenk gebrochen, einen Tag zuvor hatte er sich bei einem Sturz den Ellbogen aufgeschlagen und hatte eine Platzwunde, wieder ein Tag zuvor fiel er hin und hatte eine Knieprellung. Er konnte nicht mehr selbst essen und trinken - das musste alles das Pflegepersonal für ihn übernehmen.

Als wir in sein Zimmer kamen hat er sich riesig gefreut. Da er die Kraft nicht mehr hatte um Khani zu streicheln habe ich ihn hochgehoben und Khani gab Küsschen.

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Anschließend besuchten wir wieder Frau R. die ja auf Khanis Besuch wartete.

Ich glaubte meinen Ohren nicht zu trauen als mir das Pflegepersonal sagte Khani wird nicht im Bett erwartet !! Frau R. sitzt auf dem Stuhl und erwartet Khani im Aufenthaltsraum. Sofort gingen wir zu ihr in den Aufenthaltsraum. Frau R. saß da und wartete schon auf ihren Freund Khani und war sehr glücklich als er endlich zu ihr kam.

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Khani bewegte sich die ganze Zeit über sehr selbstsicher und sehr feinfühlig den Menschen gegenüber. Es konnte ihn absolut nichts aus erschüttern.

Mein Vater starb am Morgen des 14. Juni 2006. Genau zu diesem Zeitpunkt stand Khani in der Mitte unseres Gartens und heulte wie ein Wolf. Ich dachte zuerst er sei in eine Wespe getreten und untersuchte ihn sofort. Aber dem war nicht so - es stellte sich heraus das mein Vater in diesem Moment gestorben war.

Als ich kurz darauf ins Pflegeheim kam war mein Vater bereits von uns gegangen.

Die Besuche im Pflegeheim waren für mich oftmals mit Bauchschmerzen und viel Tränen verbunden. Khani hat mich durch diese schweren Tage geführt - mir immer zur Seite gestanden und mir oftmals einen Schubs nach Vorne gegeben als wolle er mir sagen :” Los komm ich bin doch bei dir”.

An dieser Stelle muss ich mich (auch im Namen meiner Familie) nochmals bei dem Pflegepersonal für die aufopfernde Pflege meines Vaters bedanken.

Elke und Khani

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